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Kunstpädagogische Positionen: Methode Mandy

"Methode Mandy" von A. Hahn, R. Hausmann, K. Klein, G. Kolb, K. Schütze

- Zusammenfassung -

In diesem Vortrag stellen die oben genannten fünf Kunstpädagog*innen die Methode Mandy vor. Mandy gilt hier als Synonym, als ungeordneter Geist, aus dem mit Vorurteilen behafteten Mädchennamens entwickelt: Aktuelle Kunst ist Mandy. Es wird nicht über sie, sondern mit ihr geredet. Mandy markiert einen institutionslosen und imaginierten Ort der konsequenten Re-evalution; das Bestehen. Zudem verfolgt die Methode Mandy im Sinne der Erkenntnissuche ein konzentriertes Vorgehen an den Rändern, weshalb sie sich im Kontext der Wissenschaft sieht. Sie ergibt sich nur aus Konsequenz, sodass das Vorhaben der Methode Mandy formlos, ungerichtet und unfertig ist. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf verschiedene, ausgewählte Punkte, ohne den Blick auf das Zukünftige zu verlieren. Methode Mandy zeigt das Neue in dem Bekannten auf, sie hält nicht an etwas fest, sondern zeigt, wie es sonst auch sein könnte oder sich verändern könnte, stellt dafür die Frage: "Wie?" und "Warum eigentlich?". Post-Kunstpädagogik wird durch die Methode Mandy einbegriffen. Die Legitimation der Methode Mandy ist all das, was die Gegenwart zu bieten hat und ergibt sich nicht mehr nur aus der Kunst. Die digitale Natur ist für sie selbstverständlich. Stets hat sie einen Effekt, eine Wirkung in der Praxis. Kontrollverlust ängstigt sie nicht, stattdessen lässt sie sich darauf ein. Denn sie führt ein Eigenleben und ist nicht kontrollierbar. Es entsteht ein Austausch zwischen allen Akteur*innen, die Erfinder*innen ihrer eigenen Zukunft sind. Daher braucht Methode Mandy stets neue Impulse und ist non-stop im Fluss. Ihre kontinuierliche Neuausrichtung führt dazu, dass sie methodisch utopisch erscheint. Bei Methode Mandy entsteht ein kollektives Arbeiten zwischen Lehrenden und Lernenden.
Methode Mandy in Schule und Kunstunterricht ist also eine Methode, die quasi durchweg eingesetzt werden kann. Sie fördert die Aktualität, den Gegenwartsbezug, die Alltagstransparenz und auch kollaboratives Arbeiten und Lernen. Jedes Mal, jede Anwendung der Methode Mandy hat eine andere Aktualität, einen anderen Bezug und auch ein anderes Ergebnis. Dabei ist sie auch interdisziplinär anwendbar. Sie bietet eine Plattform des Austauschs über Gegenwart, Digitalität, Neuem und Unbekanntem und lässt Freiraum zur Interpretation.
http://kunst.uni-koeln.de/monthly/methode-mandy/
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