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Thesenpapier Sitzung 4 Johanna Cyrkel Die Protagonistin/ Autorin versucht das Leben ihres Vaters sachlich, objektiv wiederzugeben, dabei verliert sie die Einzigartigkeit ihres Vaters und ihren subjektiven liebenden Blick auf ihren Vater (vgl. S. 38)  denkt, sie müsse objektiv und sachlich schreiben, weil kein anderer Stil dem Leben ihres Vaters gerecht wird: "Jedes Mal versuche ich verzweifelt, mich aus der Falle des Individuellen zu befreien" (S.38), also das Leben ihres Vaters als Leben eines Mannes zu der Zeit und nicht als das Leben ihres Vaters  ▪ sie erzählt das "Arbeiterleben" ihres Vaters (S. 43)  Ihr Vater führte ein Leben der Notwendigkeit -> nicht spannend, berührend oder poetisch, sondern sachlich, wie die Beziehung zu ihrem Vater Konventionen und Ansehen nehmen eine Rolle ein -> der Zeit geschuldet, oder kritik? o "Es wäre taktlos gewesen, die Leute, die uns die Ehre erwiesen, zur Beisetzung zukommen, mit leerem Magen nach Hause zu schicken." (S.16) o "...das war im Dorf das Wichtigste, die Nachbarn überwachten die Sauberkeit der Wäsche..." (S.22) o "Die Fabrikmädchen standen in dem Ruf, ihr Bett nicht machen zu können, leichtlebig zu sein." (S.30)  schwarzer Humor:  "Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich den Penis meines Vaters." (S.12) ,"Wir schliefen in dem einzigen Doppelbett, dem Bett, in dem mein Vater gestorben war." (S. 16) , Vergleich Hochzeit und Beerdigung (vgl. S. 17) Unangenehm  zitiert immer wieder Sätze/ Sprichwörter, die ihre Eltern oft gesagt hatten: "aber von irgendwas mussten sie leben" (S.33) es schwingt Missbilligung mit; Rechtfertigungen der Eltern, Schönredungen: "andere waren unglücklicher als wir" (S.37), sie schreibt: "Nicht um mich von ihnen zu distanzieren und mich mit dem Leser zu verbünden, ..., sondern weil diese Wörter und Sätze die Beschaffenheit und Grenzen einer Welt ausdrücken." (S.38)
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