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Künstlerbücher

  • als Archiv, Geschichte oder politisch motiviertes Manifest.
  • seit den 1960er Jahren als eigenständige Kunstgattung etabliert.
  • Konzeptkunst
  • Minimal Art
  • Fluxus-Kunst
  • "Unter Einbeziehung vieler anderer Medien wie Musik, Poesie, Aktionen und Happening sowie durch spontane Improvisationen wurde in der Kunst der Fluxus-Bewegung das übliche Buchformat gesprengt. Vergleichbar einer ›Partitur‹, spielt hier das Buch als Vermittler eine bedeutende Rolle. Darüber hinaus ziehen anspruchslose und alltägliche Materialien in Form von Stempeldruck, Stanzungen, Fotokopien, Collagen und mechanischen Drucktechniken in die Sphäre des Buches ein. Es wird zum Experimentierfeld für neue Konzepte. Zugleich wird die Kunst enthierarchisiert und für jedermann erschwinglich. Wie kaum ein anderes künstlerisches Medium steht das Künstlerbuch daher auch für die Demokratisierung von Kunst." (16.06.2020, https://www.hamburger-kunsthalle.de/ausstellungen/kuenstlerbuecher)

  • "Das Buch ist zunächst einmal Raum und dann Zeit", Lukas Bärfus (Schweizer Schriftsteller, *1971 https://www.hamburger-kunsthalle.de/ausstellungen/kuenstlerbuecher)

  • alternative Ausdrucksform, anderer Raum zur Darstellung von Kunst
  • Künstlerbuch als Raum.
  • "Bei einer Doppelseite können gewollte und ungewollte Beziehungen entstehen. Man kann die Motive spiegeln. Das Blättern unterstützt eine narrative Abfolge. Die Zeit wird dabei vom Betrachter bestimmt, der partizipativ in das Kunstwerk einbezogen wird. Der Künstler gestaltet den Raum oder, wie Ulises Carrión (1941-1989) sagte, »eine Folge von Räumen. Jeder dieser Räume wird in einem bestimmten Moment wahrgenommen – ein Buch ist auch eine bestimmte Folge von Momenten. (…) Ein Buch ist eine Raum-Zeit-Folge«. Wenn ein Buch aber eine Folge von Räumen ist, so kann es ebenso eine Ausstellung sein. Diesen Schritt, den der New Yorker Galerist Seth Siegellaub (1941-2013) mit seinen »books as exhibitions« vollzog, war nur folgerichtig, dachte man die Theorien der Künstler weiter." (16.06.2020 https://www.hamburger-kunsthalle.de/ausstellungen/kuenstlerbuecher)

  • Collage, verschiedenste Darstellungsformen
  • Fülle der Medien
  • Trotz Digitalisierung keinen rückläufigen Trend der Künstlerbücher, im Gegenteil. Vielleicht gibt es gerade für die sogenannten Digital Natives die Möglichkeit, sich auf andere Art und Weise auszudrücken als im digitalen Alltag, der von Social-Media-Beiträgen, Datenbanken und anderen digitalen Veröffentlichungsformen geprägt ist.
  • Sound und Buch: durch das Blättern entsteht Rhytmus
  • Künstlerbücher offene Geschichten
  • "In diesem kann er seine Arbeiten in Beziehung zueinander oder zu einem Text setzen. Alleine die Entscheidung, zwei Fotografien auf eine Doppelseite zu setzen oder durch das Umblättern von einander zu trennen, gehört wesentlich zum Konzept dazu." (16.06.2020 https://www.hamburger-kunsthalle.de/ausstellungen/kuenstlerbuecher)

Austellungen: 

  • "Künstlerbücher. Die Sammlung", Hamburger Kunsthalle, 2016
    • Sol LeWitt, Ed Ruscha und Lawrence Weiner setzten in den 1960er und 1970er Jahren ihre seriellen und konzeptuellen Ideen in das Medium Buch um.
  • Künstlerbuchmesse im MOMA, Printed Matter, September

Literatur:

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