jean baudrillard – denn illusionsteht nicht im widerspruch zur realität (1998)

Zitate

„Sie glauben, eine bestimmte Szene zum Vergnügen zu fotografieren – tatsächlich ist sie es, die fotografiert werden will!“ (S.50)

„In diesem Sinne ist das fotografische Bild das reinste, weil es weder Zeit noch Bewegung simuliert und sich an den strengsten Irrealismus hält“ (S.51)

„Keine „Sicht der Welt“, kein Blick: sondern die Spiegelung der Welt mit gleichen Waffen.“ (S. 52)

„Denn die Illusion steht nicht im Widerspruch zur Realität, sie ist nur eine andere, subtilere , die die erste mit dem Zeichen ihres Verschwindens umhüllt.“ (S.52)

„“I shall be your Mirror“, sagt es [das Objekt].“ (S.55)

„Sie projizieren sich nicht mehr in ein Bild – Sie produzieren die Welt als einzigartiges Ereignis, ohne Kommentar.“ (S.55)

„Die Fotografie berichtet vom Zustand der Welt in unserer Abwesenheit.“ (S.57)

Also

Fotografie als Darstellung des Objekts. Die fotografierende Person nimmt sich für ein nach Baudrillard gelungenes Foto komplett aus dem bild heraus und lässt das Objekt die Kontrolle übernehmen.

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