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Als Reaktion auf seine Einladung zur 9. Berlin Biennale reichte er anstelle eines künstlerischen Vorhabens einen Arbeitsumfang ein, der einen Zeitplan, zu erbringende Leistungen, Verantwortungsbereiche und den Umfang der kreativen Autorität absteckt. Letztlich wird sein Beitrag nicht isoliert als singuläre Arbeit erfahrbar werden. Vielmehr wirkt er hinter den Kulissen, mal als Kurator, mal als Schriftsteller, dann wieder als Produzent oder Direktor, und konstruiert so eine visuelle und textliche Kommunikationsstrategie für die gesamte Berlin Biennale. Er hat sich die Hände nicht schmutzig gemacht, sondern benennt die Mitwirkenden als „AutorInnen“ etwaiger Kunstwerke. Offen bleibt, wer hier wen umschwirrt, da der Nicht-Künstler versucht, eine Praxis zu entwickeln, die zwar im Wesentlichen immateriell (das Werk besteht aus Arbeit), jedoch weder spekulativ noch reine Geste ist, sondern konkret im Verborgenen bleibt – eine private Vorgehensweise. Er hat darum gebeten, dass in diesem Künstlertext keine Einzelheiten seiner Beteiligung mitgeteilt werden. Vielmehr zieht er esvor, diese als das, was sie sind, in Erscheinung treten zu lassen, ohne dass sie zuvor in das Register einer Künstlerbiografie oder in die Rubrikeiner kreativen „Geste“ einsortiert werden.
Quelle: Berlin Biennale | Babak Radboy
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