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Aber der wachsende Unmut richtet sich wohl nicht so sehr gegen die Kunst und deren Status (das kennt man seit Kant und Hegel, also seit dem Beginn der philosophischen Ästhetik), sondern gegen die Fixierung auf die ästhetische Dimension von Kunst und Theorie. Am deutlichsten hat das zuletzt Peter Osborne gemacht, dessen „speculative proposition: contemporary art is postconceptual art“ [5] mit der These verbunden ist, dass ein Begriff von Kunst, der sich nicht mehr auf deren medialen Status beruft, auch eine neue Bedeutung von Literatur (im Sinne der deutschen Frühromantiker) impliziert: Postconceptual art articulates a post-aesthetic poetics.“ [6]Ausgehend von Walid Raad und der Atlas Group markiert Osborne zwei philosophische Problemstellen, an denen sich (eine nicht dem ästhetischen Regime unterworfene) Poetik m. E. zu orientieren hat: eine Ontologie der Zeit und eine historische Ontologie der Kunst. Quelle: Das spekulative Ende des ästhetischen Regimes (Armen Avanessian)
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