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In einem Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung äußerte der Galerist Johann König im Oktober 2019, die Kunstwelt könne sich die »Arroganz nicht leisten«, weiterhin zu ignorieren, was in der breiten Öffentlichkeit am besten ankomme. Er nannte Banksy und KAWS als Beispiele, ferner, sicher speziell für das Stuttgarter Publikum, den von dort aus zu einer Weltkarriere gestarteten Tim Bengel. Auch der, so König, werde »immer populärer, und das geht an den Elitemuseen nicht vorbei«. Und das sei gut so, er begrüße diese Entwicklung, »auch wenn ich damit bei vielen in der Kritik stehe«.

[...] ... Der Post-Internet-Kunstmarkt, der dadurch vielleicht entsteht, hat Followerzahlen als zentrales Kriterium, und statt diejenigen auszuschließen, die zu populär sind, wird es in ihm für Künstler schwierig, die nicht genügend Follower aufweisen. In einer nicht-elitären Post-Internet-Museumswelt werden die Besucher ebenfalls das zu sehen bekommen, was am meisten Follower hat. Followerpower wird also zum Türöffner für die Galerien und Museen. Und die Angst, high und low könnten verwechselt werden, wird keine Rolle mehr spielen.


Quelle: HALLE4: Verwechslungsgefahr

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