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Am 8. Mai 1984 stürmte der junge Gefreite der kanadischen Armee Denis Lortie in Kampfuniform das Gebäude der Assemblée nationale von Québec. Mit seiner Maschinenpistole schoß er wahllos auf alles, was seinen Weg kreuzte. Drei Menschen wurden getötet, acht weitere Personen blieben verletzt liegen. Als er den Plenarsaal erreichte, in der Absicht, die Regierung von Québec auszulöschen, mußte er feststellen, daß an diesem Tage keine Sitzung stattfand. Der Saal war leer. Lortie warf sich in den Präsidentensessel, feuerte noch einige Male in die unbesetzen Stuhlreihen und ließ sich später von einem Wachoffizier zur Aufgabe überreden. Die ganzen vierzig Minuten, die Lortie im Plenarsaal saß, wurden von Videokameras aufgenommen, und diese Bilder gingen um die Welt. Befragt, was ihn denn zu dieser Tat veranlaßt hatte, antwortete Lortie später: „Die Regierung von Québec hatte das Gesicht meines Vaters.“

Quelle: Das Verbrechen des Gefreiten Lortie (Archiv)

Beitrag Deutschlandfunk

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